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Demenzrisiko

Alzheimer-Demenz

Die Häufigkeit der Alzheimer-Demenz wird durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren beträchtlich steigen. Doch obwohl der Forscher Alois Alzheimer die Krankheit schon vor über 100 Jahren das erste Mal beschrieb, sind die genauen Ursachen bis heute unbekannt.

Zu den möglichen Risikofaktoren gehören das Metabolische Syndrom, chronische Entzündungen und oxidativer Stress. Die Ernährung beeinflusst alle drei Faktoren. Einen klaren Zusammenhang zwischen einer ungünstigen Ernährungsweise und der Alzheimer-Demenz konnte die Wissenschaft bisher jedoch nicht bestätigen.

Einige Faktoren werden allerdings verstärkt diskutiert. Besonders plausibel erscheint der Zusammenhang mit Vitamin B12 und einer verschlechterten Glucosetoleranz.

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft sind etwa 70 Pro­zent aller Demenzkranken Frauen. Der Hauptgrund dafür liegt in der un­terschiedlichen Lebenserwartung. Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf.
Etwa 60 Prozent aller Demenzen werden durch eine Alzheimer-Demenz hervorgerufen.
Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns Nervenzellen zugrunde. Man spricht auch von einer neurodegenerativen Demenz.

Vitamin B12 ist am Aufbau des gesamten Nervensystems beteiligt und sorgt für einen geregelten Hirnstoffwechsel. Es ist wichtig für den Abbau der Aminosäure Homocystein.
Einige Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass ein hoher Homocysteinspiegel die Demenzentstehung begünstigt. Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin B12 erhöht den Homo­cysteinspiegel und somit möglicherweise auch das Demenzrisiko.
Außerdem wirkt sich das Vitamin in Verbindung mit Folsäure auch unabhängig von einer Demenz positiv auf das Kurz- und Langzeitgedächtnis aus.

Auf die „guten“ Fettsäuren achten


Ungesättigte Fettsäuren sind Teil der neuronalen Zellmembran, sie sind wichtig für die Nervenfunktion. Hoher Fischkonsum ist mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden.
Unklar ist allerdings, ob dies der Verdienst der ungesättigten Omega-3-Fettsäuren ist, die in Fisch reichlich enthalten sind.

Denn bei einer isolierten Gabe von Omega-3-Fettsäuren konnten keine nennenswerten Effekte nachgewiesen werden.
Da Fische auch eine gute Quelle für Vitamin D und Vitamin B12 sind, ist das geringere Demenzrisiko von Fischessern vielleicht auch darauf zurückzuführen.
Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen gesättigten Fettsäuren, Trans-Fettsäuren und einem höheren Demenzrisiko hin.

Mit der richtigen Ernährung vorsorgen


Reichlich Gemüse und Obst mit hohem antioxidativen Potenzial, ungesättigte Fettsäuren und eine geringe Schwermetallbelastung können bis ins hohe Alter zu einem gesunden Allgemeinzustand beitragen.
Möglicherweise lässt sich auf diese Weise auch das Demenzrisiko zusätzlich vermindern. Die Datenlage ist allerdings noch zu uneindeutig, um dies konkret zu belegen.
Plausibler erscheint dies bei den Themen Vitamin B12 und Insulinresistenz. Eine ausreichende Vitamin-B12-Versorgung trägt wahrscheinlich zu einem geringeren Demenzrisiko bei.

Wer regelmäßig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Ölsaaten in Maßen verzehrt, Sport treibt und in jüngeren und mittleren Jahren regelmäßig fastet, beugt einer schleichenden Insulinresistenz vor und verringert so ebenfalls sein Risiko, an Demenz zu erkranken.

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