Schlaf und Nerven
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20. Mai 2018
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20. Mai 2018
Aminosäuren

Aminosäuren haben umfassende Stoffwechselfunktionen

  • Sie sind Ausgangssubstanz für die Bilung zahlreicher Biomoleküle wie Carnitin, Kreatin, Glutathion, Purine, Pyrimidine, Phospolipide, Gallensäuren etc.
  • Sie haben antioxidative Eigenschaften
  • Sie sind Vorstufen von Neurotransmittern und Hormonen oder fungieren selbst als Nevenbotenstoffe
  • Sie besitzen auch stoffwechselregulierende Eigenschaften. Z.B. Leucin
  • Sie sind Cofaktoren bei Entgiftungsreaktionen
  • Sie können zur Energiegewinnung herangezogen werden. Z.B. Alanin, Glutamin und Leucin

Aufgrund dessen, weil Aminosäuren so viele Aufgaben im Stoffwechsel ausüben, ist es nicht verwunderlich, dass ein Mangel der einen oder anderen Aminosäure die Gesundheit und das Wohlbefinden erheblich zu beeinträchtigen vermag.

Ein Aminosäuremangel kann z.B. zu einer verzögerten Wundheilung führen, zu Anämie, Muskelatrophie, zu einer Störung des Immun- oder Nervensystems, zu einer Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems und zu vielem mehr.

Die Gabe der richtigen Aminosäuren in der richtigen Dosis vermag die Funktionen einzelner Organsysteme zu verbessern, z.B. :

Immunsystem

Arginin ist die Ausgangssubstanz für die Bildung von Stickoxid, das zur Erregerbekämpfung unverzichtbar ist. Cystein ist ein wesentlicher Bestandteil von Glutathion, das für die Regulierung vieler Zellprozesse eine herausragende Rolle spielt.

Glutamin ist ein lebenswichtiges Nährsubstrat für alle sich schnell teilenden Zellen wie Immunzellen und Darm-Schleimhaut-Zellen. Immunzellen haben einen sehr hohen Glutaminbedarf. Länger anhaltender Stress führt häufig zu einer Glutaminverarmung des Organismus.

Lysin wird für eine ausreichende Immunkompetenz benötigt und kann zur Behandlung von Herpesviren-Infektionen von Nutzen sein. Glycin ist Teil des Glutathionmoleküls; es besitzt leberschützende und antientzündliche Eigenschaften. Taurin wirkt immunstimmulierend und antientzündlich.

Nervensystem

Tryptophan ist die Ausgangssubs-tanz für die Bildung von Serotonin und Melatonin. Serotonin ist maßgeblich an der Regulierung von Stimmung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Sozialverhalten, Appetit, Schmerzempfinden etc. beteiligt.

Aus Tyrosin entstehen die Katecholamine Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Die Katecholamine sind wichtige Nervenbotenstoffe mit unterschiedlichen Funktionen. Glycin ist ein dämpfender Nervenbotenstoff.

Glutaminsäure ist der wichtigste erregende Neurotransmitter und wird für die Gedächtnisbildung und für das Lernen benötigt. Mit Hilfe von Serin entsteht Acetylcholin, ein Botenstoff für die Gedächtnisbildung und Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit.

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